Praxis für Klassische Chinesische Medizin Hattinger Strasse 88
Die Klassische Chinesische Medizin behandelte aufgrund der jahrhundertelangen Abschottung des chinesischen Kaiserreiches alle Krankheiten. Ab Mitte des 19. Jahrhunderts fand auch die westliche Medizin in China statt, so dass gegenseitige Leistungsvor- und -nachteile offenbar wurden. Die westliche Medizin hatte und hat ihre Vorteile in der chirurgischen Behandlung und bei der Hygiene sowie in der Therapie von bestimmten Augen- und Infektionskrankheiten. Dieser Vorsprung konnte bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts ausgebaut werden. Erst mit dem Dekret des chinesischen Diktators Mao zur Vereinigung der klassischen chinesischen mit der westlichen Medizin zur irreführender Weise "Traditionellen Chinesischen Medizin" genannten Medizin wurde auch die Weiterentwicklung der althergebrachten chinesischen Medizin voran getrieben. Die Erfolge der Chinesischen Medizin, v.a der Akupunktur, brachte die Weltgesundheitsorganisisation WHO in den 1970er Jahren dazu, eine Liste mit Indikationen (d.h. erfolgsversprechend zu behandelnder Krankheiten) für Akupunktur herauszugeben. Diese Liste wird von der WHO in unregelmäigen Abständen aktualisiert. Hier der Stand von 2006:
Obere Luftwege:
- akute Sinusitis
- akute Rhinitis
- grippaler Infekt
- akute Tonsillitis
Untere Luftwege:
- akute Bronchitis
- Asthma bronchiale (besonders effektiv bei Kindern und Patienten ohne andere komplizierte Krankheiten)
Augenkrankheiten:
- akute Konjunktivitis
- Retinitis
- Myopie (bei Kindern)
- Katarakt (ohne Komplikationen)
Erkrankungen des Mundes:
- Zahnschmerzen
- Schmerzen nach Zahnextraktion
- Gingivitis
- akute und chronische Pharingitis
Gastro-intestinale Erkrankungen:
- Krämpfe des Oesophagus und des Mageneinganges
- Singultus
- Gastroptosis
- akute und chronische Gastritis
- Hyperacidität des Magens
- akutes Ulcus duodenale (Schmerzbehandlung)
- akutes Ulcus duodenale (ohne Komplikationen)
- akute und chronische Kolitis
- akute bakterielle Dysenterie
- Obstipation
- Diarrhoe
- Darmparalyse
Neurologische Erkrankungen und Erkrankungen des Bewegungs- und Stützsystemes:
- Kopfschmerzen
- Migräne
- Trigeminusneuralgie
- Facialisparese (Frühstadium, am effektivsten innerhalb 3 bis 6 Monaten)
- Paresen nach Apoplexia cerebri
- periphere Neuropathien
- Paresen nach Poliomyelitis (Frühstadium, am effektivsten innerhalb 6 Monaten)
- Meniere Syndrom
- neurogene Blasendysfunktion
- Enuresis
- Intercostalneuralgie
- Cervicobrachialsyndrom
- "Frozen shoulder"
- Tennis-Ellbogen
- Ischialgie
- Lumboischialgie
- Osteoarthritis
Diese Liste erhebt KEINEN Anspruch auf Vollständigkeit, aber soll eine erste Orientierung ermöglichen. Beachten Sie bitte, dass sich aufgrund der Berufordnung für Ärzte meine Tätigkeit auf Schmerzerkrankungen und chronische schmerzhafte Erkrankungen beschränkt.
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